Was kostet Google Ads? Werbebudget und Betreuung realistisch planen

Stand: September 2026 · Lesezeit ca. 8 Minuten

Kurz gesagt

Google Ads kostet zwei Dinge: das Werbebudget, das für Klicks an Google geht, und die Betreuung. Ein Mindestbudget schreibt Google nicht vor. Was sinnvoll ist, hängt vom Klickpreis in Ihrer Branche ab, und der reicht in Deutschland je nach Suchbegriff von unter einem Euro bis über 30 €. Für die Betreuung nennen Anbieter öffentlich zum Beispiel Pauschalen ab rund 200 € im Monat oder 7 bis 20 % des Werbebudgets plus Grundgebühr.

„Was kostet Google Ads?“ ist meist die erste Frage, bevor ein Unternehmen den Kanal startet oder eine Betreuung sucht. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Dieser Artikel zeigt, worauf genau, damit Sie ein Angebot einordnen und Ihr Budget realistisch planen können.

Aus welchen Kosten besteht Google Ads?

Google Ads hat zwei Kostenblöcke: das Klickbudget an Google und die Arbeit am Konto. Dazu kommen einmalige Kosten für die Einrichtung.

  • Werbebudget: Bei Suchkampagnen zahlen Sie pro Klick auf Ihre Anzeige, nicht pro Einblendung. Sie legen ein durchschnittliches Tagesbudget fest. Google darf es an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausschöpfen, im Monat aber nicht mehr als das 30,4-Fache berechnen. Das Konto selbst ist kostenlos

  • Betreuung: Kampagnen aufbauen, Suchbegriffe prüfen, Anzeigen testen, Gebote und Budget steuern. Das übernehmen Sie selbst, eine Agentur oder eine Freelancerin

  • Einrichtung: Conversion-Tracking, Tag Manager, Cookie-Banner und oft eine passende Landingpage. Dieser Teil wird gern unterschätzt, entscheidet aber darüber, ob das Budget später sinnvoll arbeitet

Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads?

Ein Klick kostet in Deutschland je nach Branche und Suchbegriff von unter einem Euro bis über 30 €. Entscheidend ist, wie viel Ihre Mitbewerber für denselben Suchbegriff bieten und wie gut Ihre Anzeige ist. Deshalb gibt es keinen festen Preis, sondern große Unterschiede zwischen Branchen und sogar zwischen einzelnen Suchbegriffen.

Zur Orientierung einige Beispiele aus dem Google-Keyword-Planer für Deutschland:

SuchbegriffBrancheSuchen pro MonatGebot für Top-Position
sofa kaufenMöbelhandel18.1000,31 bis 1,24 €
hotel ostseeTourismus14.8000,31 bis 1,25 €
fahrschuleBildung135.0000,78 bis 3,38 €
badsanierungHandwerk6.6001,10 bis 4,06 €
hausverwaltungImmobilien74.0001,43 bis 4,96 €
dachdeckerHandwerk40.5001,27 bis 5,26 €
steuerberaterBeratung74.0001,68 bis 6,29 €
umzugsfirmaDienstleistung4.4003,16 bis 9,19 €
anwalt arbeitsrechtRecht5.4003,76 bis 13,16 €
zeiterfassung softwareSoftware (B2B)3905,76 bis 33,48 €

Quelle: Google-Keyword-Planer, Deutschland, Google-Suche, September 2025 bis August 2026, abgerufen am 26.09.2026. Spanne = Gebot für obere Seitenpositionen, unterer bis oberer Bereich.

Die Spannen sind Schätzungen von Google, was Werbetreibende für eine Platzierung oben auf der Seite zuletzt geboten haben. Ihr tatsächlicher Klickpreis kann darunter oder darüber liegen.

Auffällig: Die teuersten Klicks gibt es nicht bei den meistgesuchten Begriffen. „zeiterfassung software“ wird nur rund 390-mal im Monat gesucht, ist aber am teuersten, weil ein gewonnener Kunde für Softwareanbieter viel wert ist.

Zum Vergleich: Die jährliche Auswertung von LocaliQ und WordStream nennt für Suchanzeigen einen durchschnittlichen Klickpreis von 5,42 US-Dollar über alle Branchen, bei Anwälten 9,87 US-Dollar und in der Gastronomie 2,05 US-Dollar. Die Daten stammen überwiegend aus den USA, zeigen aber gut, wie weit die Branchen auseinanderliegen.

Wie viel Budget braucht ein sinnvoller Test?

Am besten rechnen Sie vom Ziel rückwärts: Wie viele Anfragen brauchen Sie, was kostet ein Klick, und wie viele Besucher fragen tatsächlich an?

Die Formel dahinter: gewünschte Anfragen × Klickpreis ÷ Anfragequote = Monatsbudget.

Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Sie möchten zehn Anfragen im Monat, ein Klick kostet 3 €, und 5 % der Besucher fragen an. Dann kostet eine Anfrage rund 60 €, und Sie brauchen etwa 600 € Werbebudget im Monat. Bei 8 € pro Klick wären es schon 1.600 €.

Zwei Dinge, die bei der Planung oft fehlen:

  • Genug Klicks zum Lernen: Mit sehr kleinen Budgets bleibt die Zahl der Klicks so gering, dass sich nach einem Monat kaum sagen lässt, ob die Kampagne funktioniert. Planen Sie lieber weniger Themen mit ausreichend Budget als viele Themen mit wenig

  • Anlaufzeit: Die ersten Wochen dienen dazu, unpassende Suchbegriffe auszuschließen und Anzeigen zu schärfen. Bewerten Sie eine neue Kampagne deshalb nicht nach wenigen Tagen

Mit dem Kosten-Rechner können Sie Ihre eigenen Werte einsetzen. Er zeigt auch die Gegenrechnung: Wie viel darf ein Klick höchstens kosten, damit sich die Werbung trägt?

Kosten-Rechner

Was kostet Google Ads für Sie, und was bringt es?

Tragen Sie Ihre Werte ein. Die Voreinstellungen sind nur ein Beispiel.

Ihre Kosten

Was an Google für Klicks geht
€
Aus dem Keyword-Planer oder Ihrem Konto
€
Optional, 0 wenn Sie selbst betreuen
€

Wirkung

Besucher, die anfragen oder kaufen
%
Anfragen, die Kunde werden (Shop: 100)
%
Was nach Abzug Ihrer Kosten übrig bleibt
€
Klicks
Anfragen
Kosten pro Anfrage
Neue Kunden
Kosten pro Kunde
Ergebnis pro Monat

Grobe Planung ohne Gewähr. Klickpreise schwanken, und neue Kampagnen brauchen einige Wochen, bis sie die Werte erreichen, mit denen Sie hier rechnen.

Aus der Praxis

So plane ich ein Budget mit neuen Kunden

Zuerst schaue ich im Keyword-Planer, was die wichtigsten Suchbegriffe kosten und wie oft sie gesucht werden. Daraus rechne ich, wie im Rechner oben, rückwärts vom Ziel. Bevor Budget fließt, prüfe ich außerdem das Tracking, weil jede spätere Zahl davon abhängt. In den ersten Wochen sehe ich mir die Suchbegriffe besonders eng an und schließe Unpassendes aus. Gemessen wird an Anfragen und Kosten pro Anfrage, nicht an Klicks.

Was kostet die Betreuung von Google Ads?

Für die Betreuung gibt es drei gängige Modelle. Einige Beispiele aus öffentlichen Preisangaben (Stand September 2026):

  • Prozent vom Werbebudget plus Grundgebühr: Clickfactory staffelt zum Beispiel von 20 % bei bis zu 500 € Budget bis 7 % ab 3.000 €, jeweils plus 119 bis 279 € Grundgebühr im Monat. Passt, wenn das Budget stabil ist und wächst

  • Monatliche Pauschale: Gandke nennt Pakete ab 199 € bis ab 499 € im Monat, ohne Provision auf das Budget. Passt, wenn Aufwand und Umfang planbar sind

  • Stundensatz: Laut freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz von Google-Ads-Freelancern bei 80 €, die Spanne reicht von rund 40 bis 120 €. Agenturen wie Gandke nennen 139 €. Passt für einzelne Aufgaben oder Beratung

  • Einrichtung (einmalig): Clickfactory nennt ab 479 €, Gandke verzichtet bei Übernahme eines Kontos darauf

Keines der Modelle ist per se besser. Beim Prozentmodell steigen die Kosten mit dem Budget, auch wenn der Aufwand gleich bleibt. Eine Pauschale ist planbar, sollte aber klar sagen, was enthalten ist. Stunden sind transparent, lassen sich aber schwerer im Voraus kalkulieren.

Ob eine Agentur oder eine Freelancerin besser zu Ihrem Unternehmen passt, hängt nicht nur vom Preis ab. Einen ehrlichen Vergleich finden Sie im Artikel Google-Ads-Agentur oder Freelancerin: Was passt zu Ihrem Unternehmen?

Worauf Sie bei einem Angebot achten sollten:

  • Das Konto gehört Ihnen: Das Google-Ads-Konto läuft auf Ihr Unternehmen, die Betreuung bekommt nur Zugriff. So nehmen Sie alle Daten mit, wenn Sie wechseln

  • Tracking ist geregelt: Klar ist, wer Conversion-Tracking, Tag Manager und Consent einrichtet und prüft

  • Berichtet wird an Anfragen: Ein guter Bericht zeigt Anfragen oder Umsatz und die Kosten dafür, nicht nur Klicks und Impressionen

  • Laufzeit und Kündigung: Kurze Kündigungsfristen zeigen, dass die Betreuung über Ergebnisse überzeugen will

Wie das bei mir aussieht, lesen Sie auf der Seite zur Google-Ads-Betreuung.

Warum Tracking vor Budget kommt

Ohne verlässliche Messung zahlen Sie für Klicks, ohne zu wissen, welche davon zu Anfragen führen. Google Ads optimiert dann auf das, was es sieht, und das sind oft die falschen Signale.

Drei Punkte sollten stehen, bevor Budget fließt: Conversion-Tracking für echte Anfragen (Formular, Anruf, Kauf), ein Cookie-Banner, das Werbe-Tags erst nach Zustimmung lädt, und der Consent Mode, damit Google die Einwilligung berücksichtigt. Ob Ihr Banner das tut, prüft der Cookie-Banner-Check.

Lohnt sich Google Ads für Ihr Unternehmen?

Google Ads lohnt sich, wenn Menschen aktiv nach Ihrem Angebot suchen und eine Anfrage weniger kostet, als ein Auftrag einbringt. Die Entscheidungshilfe führt in fünf Fragen durch die wichtigsten Voraussetzungen.

Entscheidungshilfe

Lohnt sich Google Ads für Ihr Unternehmen?

Fünf Fragen, von oben nach unten. Klicken Sie sich durch oder lesen Sie einfach den Weg ab.

1

Suchen Ihre Kunden bei Google nach Ihrem Angebot?

Zum Beispiel nach Ihrer Leistung, oft zusammen mit dem Ort. Wie oft, zeigt der Keyword-Planer von Google.

Nein
Nachfrage erst weckenetwa über Meta Ads
Ja
2

Ist ein neuer Kunde deutlich mehr wert, als eine Anfrage kostet?

Rechnen Sie es mit dem Kosten-Rechner in diesem Artikel mit Ihren Werten nach.

Nein
Rechnet sich so noch nichterst Fokus schärfen
Ja
3

Können Sie drei Monate lang ein festes Budget einplanen?

Die ersten Wochen dienen dem Lernen. Wer nach wenigen Tagen abbricht, weiß danach nicht mehr als vorher.

Nein
Lieber später startenmit planbarem Budget
Ja
4

Führt Ihre Website Besucher schnell zur Anfrage?

Schnell auf dem Handy, klares Angebot, sichtbare Kontaktmöglichkeit.

Nein
Erst die Zielseite verbessernsonst verpufft jeder Klick
Ja
5

Werden Anfragen zuverlässig gemessen?

Conversion-Tracking für Formular, Anruf oder Kauf und ein Cookie-Banner, das Werbe-Tags erst nach Einwilligung lädt.

Nein
Erst das Tracking klärendann starten
Ja

Google Ads lohnt sich für Sie.

Mit genug Budget für aussagekräftige Zahlen starten und nach Anfragen bewerten, nicht nach Klicks.

Google Ads lohnt sich für Sie.

Die Voraussetzungen stimmen. Starten Sie mit einem Budget, das genug Klicks bringt, und bewerten Sie die Kampagne nach Anfragen und Kosten pro Anfrage. Läuft schon ein Konto, sehe ich es mir gern kostenlos an.

Kostenlosen Google-Ads-Check anfragen
Erst das Tracking klären.

Ihr Angebot passt zu Google Ads. Ohne saubere Messung optimiert Google aber auf Klicks statt auf Anfragen, und Sie wissen am Ende nicht, was das Budget gebracht hat.

Mehr zu Tracking und Tag Manager
Nachfrage erst wecken.

Wenn kaum jemand nach Ihrem Angebot sucht, kann Google Ads keine Nachfrage erzeugen. Kanäle wie Meta Ads erreichen Menschen, bevor sie aktiv suchen.

Mehr zu Meta Ads
Rechnet sich so noch nicht.

Bei Ihren Klickpreisen kostet eine Anfrage mehr, als ein Auftrag einbringt. Oft hilft ein engerer Fokus, etwa auf Suchbegriffe mit klarer Kaufabsicht oder eine kleinere Region. Das schätze ich gern im Erstgespräch ein.

Erstgespräch anfragen
Lieber später starten.

Mit zu wenig Zeit oder Budget bleiben die Zahlen zu dünn für eine Entscheidung. Starten Sie, sobald Sie drei Monate planbar testen können.

Mehr zur Google-Ads-Betreuung
Erst die Zielseite verbessern.

Jeder bezahlte Klick landet auf Ihrer Website. Ist sie langsam oder fehlt eine klare Kontaktmöglichkeit, verpufft das Budget. Danach lohnt sich der Start deutlich mehr.

Mehr zur Google-Ads-Betreuung

Wann lohnt sich Google Ads (noch) nicht?

Fehlt eine der Voraussetzungen, ist das Budget woanders besser aufgehoben. Die häufigsten Gründe:

  • Kaum Suchanfragen: Wenn niemand nach Ihrem Angebot sucht, kann Google Ads keine Nachfrage erzeugen. Dann passen eher Kanäle wie Meta Ads, die Menschen ohne konkrete Suche erreichen

  • Klickpreis über dem Wert einer Anfrage: Rechnen Sie aus, was eine Anfrage kosten darf, bevor Sie starten. Liegt der Wert darunter, hilft auch Optimierung wenig

  • Website noch nicht bereit: Eine langsame Seite ohne klare Kontaktmöglichkeit verschenkt jeden bezahlten Klick

  • Budget reicht nicht für aussagekräftige Zahlen: Dann lieber später mit einem Budget starten, das ein klares Ergebnis liefert

Häufige Fragen

Welches Budget ist für Sie realistisch?

Im kostenlosen Google-Ads-Check sehe ich mir Ihr Konto an und sage Ihnen ehrlich, wo es Potenzial verschenkt. Sie erhalten eine kurze schriftliche Einschätzung mit den drei wichtigsten nächsten Schritten.

Kostenlosen Check anfragen
Dorothee Probst

Dorothee Probst

Google Partner, seit 2021 selbständig für Google Ads, Meta Ads und Tracking. Ich sorge dafür, dass Werbung und Messung sauber zusammenpassen.

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